Zwei digitale Zentralen, zwei Philosophien — die Fakten nebeneinander: Protokolle, Preis, Rückmeldung und ModelRailPro-Anbindung.
Die schwarze Z21 (Roco/Fleischmann, Art. 10820) ist ein gebrauchsfertiges Herstellerprodukt: einstecken und fahren, mit Werksgarantie und Herstellersupport. DCC-EX (EX-CommandStation) ist ein Open-Source-Projekt, das Sie selbst auf einem Arduino Mega, ESP32 oder STM32 aufbauen — günstig im Preis, flexibel in der Konfiguration, aber auf Community-Support über Forum und Discord angewiesen. Beide Zentralen funktionieren mit ModelRailPro, stellen aber ganz unterschiedliche Anforderungen an den Nutzer.
Die Entscheidung hängt von drei Fragen ab: Welche Protokolle benötige ich? Welches Budget habe ich? Wie viel möchte ich selbst konfigurieren? Der folgende Vergleich hilft Ihnen anhand verifizierter Spezifikationen — keine Marketingaussagen.
| Z21 schwarz (Art. 10820) | DCC-EX (EX-CommandStation) | |
|---|---|---|
| Typ | Gebrauchsfertig, Herstellerprodukt | Open-Source-DIY oder RTR-Kit |
| Protokoll | DCC (14/28/128 Fahrstufen) + Motorola MM I/II | Nur DCC (14/28/128 Fahrstufen) |
| mfx | Nicht unterstützt | Nicht unterstützt |
| RailCom-Cutout | Ja | Ja (ESP32 + EX8874, v5.6.0, 2026) |
| RailCom-Rückmeldung | Ja (über R-BUS / CAN) | Auf einer Anlage zu bestätigen |
| Rückmeldebusse | R-BUS (max. 160 Blöcke), CAN, LocoNet, X-BUS | GPIO-Pins / EXRAIL (kein R-BUS/LocoNet) |
| Gleisstrom | 3 A, 12–24 V einstellbar | Abhängig vom Motorshield |
| ModelRailPro-Verbindung | UDP 21105 (Z21 LAN) | TCP 2560 (WLAN/Ethernet) oder USB seriell |
| Richtwert Preis | ~€250–350 (Richtwert) | DIY ~€25–60 / RTR ~€80–150 (Richtwert) |
| Support | Werksgarantie (Roco/Fleischmann) | Community (Forum, Discord) |
Die schwarze Z21 liefert 3 Ampere Gleisstrom, einstellbar zwischen 12 und 24 V. Sie unterstützt DCC mit 14, 28 oder 128 Fahrstufen und Motorola MM I und II — praktisch, wenn Sie auch ältere Märklin-Loks mit Motorola-Decoder fahren möchten. Ein häufiges Missverständnis: Kein Z21-Modell unterstützt mfx. Für mfx-Auto-Anmeldung wird eine Märklin CS2 oder CS3 benötigt.
Für die Rückmeldung bietet die Z21 mehrere Busse: R-BUS (maximal 160 Blöcke), CAN, LocoNet und X-BUS. Die Zentrale erzeugt einen RailCom-Cutout, sodass RailCom-Decoder ihre Position zurückmelden können. ModelRailPro verbindet über das Z21-LAN-Protokoll auf UDP-Port 21105.
Modellunterschiede: Die weiße z21 verbindet vermutlich nur über WLAN (kein separater LAN-Anschluss) und hat keinen separaten Programmiergleisanschluss. Ob die weiße z21 LocoNet hat, ist auf einer Anlage zu bestätigen. Die z21 start hat ebenfalls keine zusätzlichen Anschlüsse. Wer R-BUS- oder LocoNet-Rückmeldung möchte, wählt die schwarze Z21.
Richtwert schwarze Z21: ca. €250–350 (Richtwert; Preise variieren je Händler und Zeitpunkt).
DCC-EX läuft auf einem Arduino Mega, ESP32 oder STM32 mit einem Motorshield (z. B. L298N oder EX8874). Sie bauen es selbst oder kaufen ein vorkonfektioniertes RTR-Kit. Protokoll: nur DCC. Ältere Motorola-Loks fahren nicht, es sei denn, sie werden mit einem DCC-Decoder ausgestattet.
Ein RailCom-Cutout ist auf der Kombination ESP32 + EX8874-Motorshield verfügbar (EX-CommandStation Version 5.6.0, erschienen 2026). Vollständige RailCom-Rückmeldung — bei der Decoder ihre Adresse aktiv an die Zentrale zurücksenden — ist in Entwicklung und auf einer Anlage zu bestätigen. Rückmeldung läuft derzeit über EXRAIL-Logik und GPIO-Pins; R-BUS und LocoNet sind nicht vorhanden.
ModelRailPro verbindet über TCP-Port 2560 (WLAN oder Ethernet) oder USB seriell. DCC-EX ist auch mit JMRI und WiThrottle kompatibel (beide werden auf Port 2560 automatisch erkannt). Aktuelle Verbindungsstatus auf der DCC-EX-Seite.
Richtwert: DIY-Aufbau ca. €25–60; RTR-Kit ca. €80–150 (Richtwert). Keine Werksgarantie; Support über die DCC-EX-Community (dcc-ex.com).
Beide Zentralen sind mit ModelRailPro kompatibel. Die Wahl hängt nicht von der Software, sondern von Ihren Hardware-Anforderungen ab. Erwägen Sie auch Märklin-Loks? Lesen Sie Z21 vs Märklin CS3.