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Z21 vs ESU ECoS 2: App-Zentrale oder autonomes Touchscreen?

Die Z21 hat kein Display und wird komplett per App bedient; die ECoS 2 hat ein 7"-Touchscreen und 6 Ampere. Beide sind DCC-Zentralen — aber mit grundlegend unterschiedlichem Konzept.

Der wesentliche Unterschied

Die schwarze Z21 (Roco/Fleischmann, Art. 10820) und die ESU ECoS 2 (Art. 50210 und 50220) sind beide solide DCC-Zentralen mit RailCom-Cutout und umfangreichen Rückmeldemöglichkeiten — aber sie sind grundlegend unterschiedlich konzipiert. Die Z21 hat kein eigenes Display und wird ausschließlich über eine externe App oder einen Handregler bedient: Die Zentrale selbst ist kompakt und sitzt still im Anlagenschrank. Die ECoS 2 hat ein eingebautes 7-Zoll-TFT-Farbtouchscreen (800×480 Pixel) und ist eine vollständig eigenständige Station — Sie können direkt darauf fahren, Weichen stellen und Lok-Adressen einrichten, ohne externe Geräte zu benötigen.

Drei weitere wesentliche Unterschiede bestimmen die Wahl: Die ECoS 2 liefert 6 Ampere Gleisstrom (die Z21 nur 3 A), die ECoS unterstützt neben DCC und Motorola auch Selectrix und M4 (mfx-kompatibel), und die Z21 hat einen eingebauten LocoNet-Bus, während die ECoS diesen standardmäßig nicht hat. Wer mehr Gleisstrom benötigt, Selectrix-Decoder betreibt oder eine eigenständige Displayzentrale bevorzugt, schaut zur ECoS. Wer App-Steuerung vorzieht, LocoNet- oder R-BUS-Rückmeldung nutzen möchte und einen günstigeren Preis sucht, wählt die Z21.

Spezifikationen im Vergleich

Z21 schwarz (Art. 10820)ESU ECoS 2 (50210 / 50220)
Display / BedienungKein Display — nur App/extern7" TFT-Farbtouchscreen, 800×480
ProtokolleDCC (14/28/128 Fahrstufen) + MM I/IIDCC + MM (alt/neu) + Selectrix + M4
mfx-Auto-AnmeldungNicht unterstütztÜber M4 (mfx-kompatibel)
RailCom-CutoutJa, globaler Detektor eingebautJa, integrierter globaler Detektor
RailCom zu ModelRailProJa (über R-BUS / CAN)Auf einer Anlage zu bestätigen
Gleisstrom3 A (12–24 V einstellbar)6 A Dauerstrom
RückmeldebusseR-BUS (max. 160 Blöcke), CAN, LocoNet, X-BUSECoSlink (CAN), s88 (galv. isoliert), ECoSniffer
LocoNet eingebautJaNicht unterstützt
ModelRailPro-VerbindungUDP 21105 (Z21 LAN) — funktioniertTCP 15471 (ECoSnet) — auf einer Anlage zu bestätigen
Richtwert Preis~€280–340 (Richtwert)~€450–600 (Richtwert)

Schwarze Z21 — App-Steuerung mit umfangreicher Buskonfiguration

Die schwarze Z21 liefert 3 Ampere Gleisstrom, einstellbar zwischen 12 und 24 V. Sie unterstützt DCC (14, 28 oder 128 Fahrstufen) und Motorola MM I und II — praktisch, wenn Sie auch ältere Märklin-Loks mit Motorola-Decoder fahren möchten. Kein mfx: Das ist der bewusste Unterschied zur Märklin-CS-Linie. Ein eingebauter RailCom-Globaldetektor mit Cutout ist vorhanden; RailCom-Rückmeldung wird über den CAN-Bus übertragen.

Die Buskonfiguration ist für dieses Preissegment bemerkenswert vollständig: R-BUS (Roco Feedback Bus, maximal 160 Rückmeldeblöcke über 10 Module × 16 Eingänge), LocoNet für LocoNet-Geräte und -Rückmelder, X-BUS (3 Anschlüsse), Booster-Bus und Sniffer-Bus. Wer ein bestehendes LocoNet-Netz integrieren möchte, hat mit der Z21 eine direkte Option ohne zusätzliche Adapter. ModelRailPro verbindet über das Z21-LAN-Protokoll auf UDP-Port 21105; Standard-IP ist 192.168.0.111.

Das fehlende Display an der Zentrale ist bewusst: Roco liefert die Z21 als Anlagen-Infrastrukturkomponente, die über eine App oder über Handregler an X-BUS oder LocoNet bedient wird. Für alle, die bereits komfortabel mit Tablet oder Smartphone arbeiten, ist das kein Nachteil.

Richtwert schwarze Z21: ca. €280–340 (Richtwert; Preise variieren je Händler und Zeitpunkt).

ESU ECoS 2 — hohe Leistung mit eingebautem Touchscreen

Die ECoS 2 ist als Modell 50210 (ECoS 2.1, teils nicht mehr lieferbar/gebraucht) und 50220 (ECoS 2.5, neu ca. €550–600) erhältlich. Das Hauptmerkmal ist der 7-Zoll-TFT-Farbtouchscreen (800×480 Pixel), mit dem Sie die Zentrale völlig eigenständig bedienen können: fahren, Weichen stellen, Loks anlegen — ohne externe App oder Handregler. Gleichzeitig unterstützt die ECoS auch externe Verbindungen für zusätzliche Bedienoptionen.

Gleisstrom ist 6 Ampere Dauerstrom — ausreichend für größere H0-Anlagen ohne externen Booster. Protokolle: DCC (14/28/128 Fahrstufen), Märklin Motorola (alt und neu, 14 oder 27 Fahrstufen), Selectrix und M4. M4 ist ESUs Bezeichnung für das mfx-kompatible Fahrprotokoll (siehe nächster Abschnitt). RailCom-Cutout ist mit integriertem Globaldetektor eingebaut.

Rückmeldebusse: ECoSlink (ESUs eigener CAN-basierter Systembus für Erweiterungsmodule), s88 (galvanisch isoliert, direkt an der Zentrale) und ECoSniffer für ältere Hardware. Was die ECoS 2 standardmäßig nicht hat: einen LocoNet- oder XpressNet-Bus direkt am Gehäuse. Erweiterung über ein ECoSlink-Modul ist technisch möglich, aber die Anbindung von LocoNet-Geräten an ModelRailPro ist nicht spezifikationsbestätigt und auf einer Anlage zu bestätigen.

ModelRailPro verbindet über TCP-Port 15471 (ECoSnet-Textprotokoll), Standard-IP 192.168.0.5. Verbindungsstatus: auf einer Anlage zu bestätigen. RailCom-Rückmeldung zu ModelRailPro über ECoSnet ist ebenfalls auf einer Anlage zu bestätigen. Aktueller Stand auf der ECoS-Hardware-Seite.

Richtwert ECoS 2: ca. €450–600 (Richtwert; 50210 gebraucht oder NLA, 50220 neu ca. €550–600).

M4 und mfx: Was bedeutet „kompatibel"?

M4 ist der Name, den ESU für das Fahrprotokoll verwendet, das mfx-Interoperabilität bietet. In der Praxis: Märklin mfx-Decoder melden sich automatisch bei der ESU ECoS an (über M4) und werden als gültige Lok-Adressen erkannt. Umgekehrt melden sich ESU M4-Decoder automatisch bei Märklin CS2 oder CS3 an. ESU und Märklin beschreiben diese Basis-Interoperabilität öffentlich, und Grundfahren sowie automatische Anmeldung funktionieren in der Praxis weitgehend.

Es gibt jedoch eine Grenze: ESU und Märklin veröffentlichen kein gemeinsames offenes Protokolldokument. Funktionen jenseits der Basisdefinition — wie erweiterte Sound-Seiten, erweitertes Funktions-Remapping und erweiterte CV-Einstellungen — liegen außerhalb der veröffentlichten gemeinsamen Spezifikation. Diese Randfunktionen sind auf einer Anlage zu bestätigen. Wer speziell die volle Märklin mfx+-Funktionalität benötigt, vergleicht auch die Märklin CS3 — siehe Märklin CS3 vs ECoS für einen direkten Vergleich beider Hochklasse-Zentralen.

Wann welche Zentrale wählen?

Wählen Sie die Z21 (schwarz), wenn Sie:

  • per App oder Tablet steuern und kein eingebautes Display benötigen
  • LocoNet-Geräte oder R-BUS-Rückmelder einsetzen möchten
  • Motorola-Loks (MM I/II) neben DCC fahren
  • eine kompakte Zentrale mit breitem Bus-Angebot für ca. €280–340 suchen

Wählen Sie die ECoS 2, wenn Sie:

  • eine eigenständige Zentrale mit eingebautem Touchscreen möchten
  • mehr als 3 A Gleisstrom benötigen
  • auch Selectrix-Decoder fahren möchten
  • mfx-Auto-Anmeldung über M4 wünschen (mit obigem Vorbehalt)

Erwägen Sie auch die Märklin CS3 neben der ECoS? Lesen Sie Märklin CS3 vs ECoS. Möchten Sie die Z21 mit einer Märklin-Zentrale vergleichen? Siehe Z21 vs Märklin CS3.

Verwandte Ratgeber

Häufige Fragen

Unterstützt die ESU ECoS Märklin mfx-Decoder?
Teilweise. ESU bezeichnet M4 als „mfx-kompatibel": Märklin mfx-Decoder melden sich automatisch bei der ECoS an und Grundfahren funktioniert weitgehend. Vollständige Parität bei erweiterten Sound-Seiten und erweiterten Funktionen ist keine veröffentlichte gemeinsame Spezifikation — Randfunktionen sind auf einer Anlage zu bestätigen.
Hat die ESU ECoS 2 einen LocoNet-Anschluss?
Die ECoS 2 selbst hat keinen integrierten LocoNet- oder XpressNet-Anschluss am Gehäuse. Erweiterung über ein ECoSlink-Modul (ESU CAN-Bus) ist möglich, aber die Anbindung von LocoNet-Geräten an ModelRailPro ist nicht spezifikationsbestätigt — auf einer Anlage zu bestätigen.
Funktioniert ModelRailPro schon mit der ECoS?
Die ECoS verbindet über TCP-Port 15471 (ECoSnet-Textprotokoll). Die Verbindung hat Test-Status — auf einer Anlage zu bestätigen. Aktueller Stand auf der ECoS-Hardware-Seite.
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